Beziehungen

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Beziehungen, vor allem Paar-Beziehungen sind wichtige, aber auch intensive zwischenmenschliche Themen. Viele von uns halten es für schwierig, damit umgehen zu können, doch Dinge sind nur so schwierig, wie wir sie für schwierig halten. Beziehungen, eine Herausforderung für beide Seiten. Einlassen. Liebe. Die Aufgaben der Geschlechter in einer Beziehung zueinander. Die Liebe, die den heilenden Boden für unsere tiefsitzenden Programme bereitet, die nur in der Beziehung zueinander hochkommen können und die Chance auf Transformation haben. Wenn man das will. Es gibt viele Menschen, die alleine mit sich klarkommen, aber furchtbare Probleme haben, sich in Liebe auf jemanden tief einzulassen; aber auch ebenso viele Menschen, die nicht allein sein können; beides unheile Extreme.





Om Shakti Om

Ruf der Seelen

Es gibt die leisen Rufe der Seelen, über den sich zwei Seelen unweigerlich zueinander bringen. Es gibt auch die Willensentscheidung, genannt der "Freie Wille"; der diese Rufe unterstützen kann, sie aber ebenso gnadenlos nieder walzen kann. Das geschieht dann aus Angst vor der Liebe. Liebe geht über das Ego hinaus. Das Ego wird in Panik versetzt, denn für das Ego gibt es keine schlimmere Vorstellung als die Auflösung. Für das Ego gibt es nur das Entweder/Oder; doch hier in unserer ambivalenten Welt gibt es Dualität; Gegensätze. Die Kunst ist es, diese Ambivalenz zu belassen; und das ist etwas, was die Liebe sehr gut kann.











"Doch der Sinn und Zweck einer Beziehung besteht nicht darin, dass ihr eine andere Person habt, die euch vervollständigt, sondern darin, dass ihr mit dieser anderen Person eure Vollständigkeit teilen könnt."

(Neale Donald Walsch in "Gespräche mit Gott, Band 1, Seite 190)





Mann

Da ist der Mann, der nicht mit der Emotionalität der Frau umgehen kann, weil er noch nicht gelernt hat, mit sich selbst umzugehen und nicht weiß, was es heißt, "Mann" zu sein; wie man als Mann in Bezug zu Frau steht.
Grundsätzlich ist zu wissen: dem Mann ist es im Grunde nicht möglich, eine Frau wirklich und ganz zu verstehen. Es geht nicht. Auch kann die Frau nicht darauf bestehen, dass der Mann sie versteht. Der Mann hat nur die Chance, sich der Frau gegenüber verständlich zu machen. Mehr nicht. Und sein "Job" ist es, die Energie zu halten. Schale zu sein. Basis zu sein. Mehr nicht. In allem anderen ist die Frau ihm überlegen. Das sitzt tief unbewusst im Mann, deshalb besteht die weit verbreitete Ambition, eine Frau zu unterdrücken, oder aber einfach dicht zu machen. Diese Jahrtausende alte Unterdrückung ist die große Angst des Mannes vor der Frau. Wir haben neue Zeiten. Frau, gebe dem Mann seine Chance, sich zu transformieren und schaue dabei Deiner eigenen Angst in die Augen, damit auch Du transformieren kannst.


Frau

Die Frau, die sich selbst zwar bestens fühlt, aber sich selbst ebenso wenig versteht; lernt, dass es nicht wichtig ist, sich zu verstehen; sondern sich viel mehr in ihrem So-Sein zu akzeptieren. Ja, sie wechselt alle paar Tage ihren Zustand und ihre Stimmung. Das ist Frau.
Die Frau, die sich bewusst macht wie und wo sie ihre Kraft tankt; die Kraft ihres monatlichen Zyklus, der als unrein verschrien ist; wohl aber der kraftvollste Zeitpunkt im weiblichen Rhythmus ist. Die Frau, welche die Göttin in sich erkennt. Die Frau, die Hingabe als einen Teil ihres Wesens begreift, ohne panische Angst davor zu haben, wenn es passiert. Wenn sie begreift, dass die Göttin sich selbst hingibt und den Mann dabei akzeptiert. Wenn sie begreift, dass das Auflösen in Hingabe Teil ihres Frauseins ist; dass sie in solchen Momenten vom Mann getragen werden kann, wenn sie es zulässt und wenn der Mann dazu fähig ist. Gegenseitige Offenheit, Angstfreiheit, Kommunikation und tiefes Vertrauen sind der Schlüssel des Miteinander-Einlassens.


Beide

Und beide, Mann und Frau, wenn sie weise genug sind, begreifen, dass sie einerseits alles in sich tragen; sich aber auch einander Spiegel sind, wenn sie miteinander zu tun haben; vor allem wenn sie auf energetischen Ebenen miteinander verbunden sind. Eine Verweigerung des inneren anderen Anteils ist gleich der Amputation der eigenen Hälfte. Es mag zwar für den Moment eine Erleichterung sein, diesen eigenen (unliebsamen) Teil einer angstbehafteten Projektion zu entziehen, aber auf Dauer kann niemand vor seinen Schatten davonlaufen. Wer den Schatten ignoriert, verdichtet diesen und es wird keinesfalls besser; im Gegenteil. Der Weg heißt: betrachten, annehmen, Transformation. Der Schatten wird nur über den Spiegel sichtbar; über die Projektion auf den Partner, bzw. den Gegenüber.


Die Achse der Partnerschaft

Das "Ja" füreinander ist die Achse der Partnerschaft. Jede zwischenmenschliche Beziehung, wenn sie als tiefere Erfahrung von den Beteiligten gewünscht ist, benötigt ein "ja" füreinander. Dieses "ja", wenn es ausgesprochen wird, ist das Einbringen der Entscheidung im Freien Willen auf die konkrete Ebene. Es ist wie ein Pflanzensamen, den man konkret in die Erde setzt (wohin denn sonst?), damit er wirklich gedeihen kann. Das konkrete "ja" ist dann das Fördermittel beim Wachstumsprozess; oder wie das Öl im Motor. Das hat nichts mit festhalten zu tun, denn Sicherheit gibt es nicht; wohl aber mit liebevoller Zuwendung. Einerseits ist jeder eine individuelle Persönlichkeit, die unabhängigen Raum benötigt für die eigenen Prozesse und andererseits ist für eine Gemeinschaft ein Schlüssel des Miteinanderseins wichtig, denn sonst funktioniert sie auf Dauer nicht.

Diese Ambivalenz (Unabhängigkeit - Miteinandersein) ist ein Ausdruck jener großen universellen Liebe, die in uns allen steckt und zu der jeder von uns fähig ist. Dieses Miteinander, das ist die Säule, die Achse, das "ja", das Zentrum, es gibt Halt und es gibt keine Grenzen nach Außen hin.


Liebe trennt nicht. Sie will auflösen, wachsen, tanzen ... sich immer wieder und immer wieder neu erfahren ...

(C.Malzahn)        



Der Mann der zu lernen hat, sich aus seiner Gier zu befreien, um ins Herz und somit in die Liebe gehen zu können. Die Frau, die sich erst dann körperlich einlässt, wenn sie weiß, dass sie das Herz jenes Mannes erreicht hat, den sie zulassen möchte, ihr näher zu kommen. Sie schützt sich damit. Die Frau, die begreift, dass sie einfach nur strömende Liebe ist und die Liebe ihre Kraft ist; sich durch das Aufgehen in dieser Liebe stärkt und nicht schwächt oder schutzlos ist, denn die Liebe, die sie zu sich selbst hat, ist ihr Schutz.



Text von Christian Malzahn

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