Die europäische Kultur

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Über unsere Herkunft unserer Kultur in Mitteleuropa gibt es viel Literatur und Geschichts-Jahreszahlen-Sammlungen stehen im Internet zur Verfügung. Deshalb nehme ich es hier nicht so genau damit. Ich fasse in meinem eigenen Worten zusammen, wie ich das alles begriffen habe, wie derzeit der Stand unserer Geschichts-Dinge ist.





Pierro Droites, Bretagne

Geschichtsschreibung

Nichts ist veränderlicher und dehnbarer als Geschichtsschreibung. Ausgrabungen, schriftliche Hinterlassenschaften und Bauwerke sind die Zeitzeugen, an denen wir uns orientieren.

Die Zeitzeugen sind stumm und wehren sich nicht gegen unsere Interpretationen. Manche Interpretation müssen wir von Zeit zu Zeit aufgrund neuer Erkenntnisse wieder verwerfen und wir müssen Geschichte "neu schreiben".

Ich bin mir sicher, dass noch Vieles unbekannt im Boden liegt. Und ebenso sicher, dass nicht alle unsere heutigen Interpretationen den wirklichen Tatsachen entsprechen. Geschichte und Boden tragen ihre Geheimnisse.










Die Wiege der Menschheit

Derzeitige Erkenntnisse besagen, das die Wiege der Menschheit in Afrika liegt und sich die Menschen von dort aus in die Welt ausgebreitet haben. Nach christlicher Theorie entstand das erste Menschenpaar im heutigen Mesopotanien. Wie der Mensch denn nun genau erstanden ist, weiss keiner. Ob vom lieben Gott erschaffen, oder ein Kreuzungsversuch, bzw. durch Genmanipuliation mit Erdentieren durch die Anunaki ... wer weiss das schon. Und wichtig ist es nicht. Tatsache ist, die Menschen sind nun mal da und bald wieder weg, wenn wir so weiter machen mit dem, was wir gerade tun.



Die europäische Bevölkerung

Neueste Forschungen belegen, dass das ureuropäische Bevölkerungssubstrat irgendwann vor jahrtausenden aus Indien eingewandert ist. Die alte Sprache der Inder, der Sanskrit, gilt als Wurzel unserer heutigen Sprachen, sagen die Sprachwissentschaftler. So genau weiss das keiner. Wir wissen nicht, was für Menschen und Stämme das waren, vor der Bronzezeit. Wir beginnen mit näheren Ettiketierungen bei den Stämmen, die wir heute "Kelten" nennen. Wir können durch Funde rekonstruieren und mutmassen, was da wie ungefähr war, doch ein Mensch aus damaliger Zeit; hätte er Gelegenheit anzuschauen, wie und was wir denken, würde wohl kopfschüttelnd weitergehen oder in einer Klapse landen. Wir wissen, in der Frühzeit der Welt waren wir nomadische Stämme und Stammesgruppen, die teilweise oder ganz sesshaft wurden und die ihr Jagdverhalten und ihren Nahrungsmittelanbau den jeweilgen Umständen und dem jeweiligen Klima anpassten. Lange Zeit war viel Raum für wenig Menschen. Unser Wissen reicht zurück in die Keltenzeit. Ob man die weitverbreiteten Kelten wirklich als einheitliche Volksgruppe ansehen kann, bezweifle ich. Sie waren wohl sprachverwandt, aber ich denke, jeder Stamm fühlte eigene und individuelle Identität. Die Keltenzeit setzt man um die 600 v. Chr bis 400 n. Chr an.


Aber es gibt weitaus ältere Zeitzeugen. Von der Bretagne wissen wir, dass vor 5000 Jahren unbekannte Kulturen Menhire gesetzt haben, Gräber und Steinfelder errichtet haben. Von Stonehenge wissen wir auch, das es wesentlich älter ist als die Keltenzeit. Nur eine Zeitreise würde uns Aufschluss bringen. Durch die Römer; es gibt Quellen, die besagen, dass die Römer eigentlich späte Kelten waren, kam die Unterscheidung der Völker nördlich des Rheins namentlich mit dem Begriff "Germanen". Im Norden waren das dann die nordgermanischen Völker, aus denen u.a. die Wikinger hervorgegangen sind; die Zeit, die wir "Frühmittelalter" nennen. Insofern kann von keltogermanischer Kultur gesprochen werden, aus deren Wurzeln wir heutigen Europäer stammen.


In der Spätantike und bis zum frühen Mittelalter war Europa in Bewegung. Die Goten waren in den Süden unterwegs, die Angeln und Sachsen Richtung England. Viele Stämme verliessen wohl auch immer wieder ihr alte Heimat aufgrund von Naturkatastrophen und unwirtlichen Wetterbedingungen. Der Traum vom "verheissenen Land" ist auch in der christlichen Bibel hinterlegt. Es scheint ein Menschentraum zu sein, dem Völker jahrtausendelang immer wieder folgen zu schienen.



Die Neuzeit

Die Nationen, die wir heute bilden, sind ein verhältnismässig neues Resultat, deren Spuren sich im frühen Mittelalter langsam herauskristallisierten und im Laufe der Zeit zu dem entwickelten, was wir heute als verschiedensprachiges Europa sind. Sprachen verändern sich ständig. Selbst die alten germanischen Dialekte wie das Gotische oder auch das Althochdeutsch des Karl des Großen, ja selbst das Deutsch der Ritterzeit kann heute von Deutsch-Sprachigen nicht mehr ohne Studium gelesen werden. Sprache entwickelte sich in den Jahrhunderten rasant.


Im heutigen Europa haben wir wahrscheinlich nur deswegen einigermassen Frieden, weil wir gemeinschaftliche wirtschaftliche Interessen haben. Es hat aber keinen Yugoslawien-Krieg verhindern können und es befriedet derzeit die Ukraine auch nicht besonders. Und im Gegensatz zu den USA sind wir kein Staatenbund, sondern immer noch einzelne Nationen.


Derzeit ist der westliche europäische Verbund politisch USA-orientiert.



Text von Christian Malzahn




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