Kulturelle Wurzeln

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Heutzutage tendieren wir spirituell dazu, uns fremder Kulturen zu bedienen; wobei wir unsere Aufmerksamkeit tendenziell besonders auf die östlichen Lehren und die der nordamerikanischen Eingeboren richten. Wir gehen zu Ashrams, indianischen Schwitzhütten, hawaiianischen Ritualen; oder interessieren uns vielleicht besonders für Voodoo oder für die australischen Ureinwohner; vielleicht aber auch für den Wicca-Kult oder Ähnliches; ein kunterbuntes kulturelles Misch-Masch. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass auch wir "eingeborene" Wurzeln haben. Damit meine ich nicht nur die letzten 1000 Jahre, die uns "christlich" geprägt haben, ob wir das nun wahrhaben wollen oder nicht...





Hain

Geheimnisvolle Orte

Es gibt viele unentdeckten Orte in den heutigen europäischen Regionen - Haine, alte Cairns, Meghaliten, besondere Quellen, die auf keiner Karte eingezeichnet sind. Mit etwas Aufmerksamkeit entdeckt der Wanderer in heimischen Gefilden etliche Geheimnisse.

Hügel, Erhöhungen, Einkerbungen im Gelände, freigelegte alte Trockenmauern, Scherben unter entwurzelten Bäumen; wenn man sich umschaut, wird Vieles auffällig, dem man bisher keine Beachtung geschenkt hat.







Megalithkultur

Wir finden 5000 - 7000 Jahre alte Zeitzeugen: die Megalithkultur. Heute noch zu besichtigen sind z.B. die Objekte in der Bretagne; Alignements, Dolmen, Megalithen. Auch in Deutschland gibt es noch jede Menge offiziell wissenschaftlich fundierte "Hinkelsteine", Steinkreise und Hügelgräber. Das Internet hält genügend Information für eigene Recherchen bereit. Darüber hinaus gibt es noch etliche nicht offiziell anerkannte Bauwerke; Cairns; als Steinbrüche missbraucht; Hügelreste, platt gemacht für Äcker; von Menschenhand angelegte Steingruppen und Schalensteine, als "Laune" der Natur bezeichnet.

Auch über die indogermanisch-keltische Ära wissen wir wenig, was Spiritualität und religiöse Rituale angeht. Wir können uns vorstellen, dass Druiden und Druidinnen, weise Männer und weise Frauen schamanische, priesterliche und heilkundige Aufgaben hatten; wir wissen von den alten Myhtologien; Taranis, Cernunnos, Yggdrasil, wir wissen von der Edda; wenn wir genau hinschaun, so ist es doch gar nicht so wenig...





Verlorene Rituale

Da wir über keinerlei Aufzeichnungen über die sprituellen Tätigkeiten unserer Vorfahren verfügen, fällt es uns schwer, an unsere eigenen Wurzeln zu glauben. Waren z.B. die Schalensteine wirklich für Schlacht-Blut-Rituale verwendet worden? Oder waren sie vielleicht eher für matriachaische Schwarzmond-Zermonien in Verwendung? Zu welchen Zwecken wurden Megalithen und Steinkreise aufgestellt? Wir wissen es nicht; das Wissen ist verloren gegangen.

Deshalb gehen wir über den Umweg anderer Kulturen, von denen wir wissen, dass sie noch Zugang zu ihren eigenen Wurzeln haben. Doch hier kommen wir zwangsläufig in einen sprirituellen Konflikt. Nehmen wir z.B. die indianischen Schwitzhütten-Zermonien. Die einen sagen, das sei gestohlenes Kulturgut, die anderen sagen, wir dürfen das tun, weil wir keine eigenen Rituale mehr kennen. Rechtfertigung hin, Rechtfertigung her; ich hatte aufgrund dieser Diskrepanzen für mich persönlich den Entschluss gefasst, ein eigene Zermonie zu "erfinden".


Schalenstein





Menhir von Saulheim

Menhire

In ganz Europa, auch in Deutschland, stehen noch Menhire aus alter Zeit. Es waren sicher einmal viel mehr; aber auch heute gibt es eine nicht zu unterschätzende Anzahl dieser besonderen Zeitzeugen; Kraftorte mit besonderen Energien, einige davon sehr respektvoll und liebevoll von der ansässigen Bevölkerung gehegt und gepflegt.

Da ich mit besonderem Interesse Menhire, Ringwallanlagen usw. besucht habe, brachten mich meine Beobachtungen zu dem Gedanken, dass Menhire und heilige Orte durch eine Art von Gitternetz energetisch verbunden sind. So hinterlassen bei mir auch einige Ringwallanlagen den Eindruck, dass sie nicht militärischen, sondern sakralen Zwecken gedient haben.

Auf welche Art und Weise und mit welcher Wirkung jene Orte mit den Menhiren in Zusammenhangen stehen, werden wir eines Tages genauer herausfinden, wenn wir darauf Wert legen, diese Zeitzeugen zu bewahren.










Verlorene Spiritualität

So bleiben unsere Wurzeln und unsere Kultur ein Mysterium. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir ganz individuell an unsere Wurzeln herankommen und somit auch an unsere eigene persönliche Spiritualität; hier in unserer Heimat, mit den Energien, die uns hier zur Verfügung stehen. Wir brauchen keine Rituale von fremden Kulturen zu übernehmen. Wir können unsere Rituale mithilfe der "ortsansässigen" Energien neu und wieder finden.

Heute steht es wissenschaftlich fest, dass das ureuropäische Bevölkerungssubstrat (=indo-germanisch) seine Herkunft im indischen Raum hat. Viele Worte aus den europäischen Sprachen finden sich im Sanskrit wieder. Das erklärt, warum Einige von uns guten Zugang zur indischen Spiritualität finden.





Alignenments, Bretagne Rekonstruktion, Pierres Droites, Bretagne Rekonstruktion, Ringwall Donnersberg, Pfalz
Rekonstruktion, Keltendorf Gabreta, Bayern Heidenschuh, Pfalz



Text von Christian Malzahn




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